Kommse anne Bude?
Samstag, 29. August
15 bis 22 Uhr
Von Kleinkunst wie Kabarett und Poetry Slam über Musik von Rock / Pop, Jazz und Weltmusik zu Fußball und noch vieles mehr:
Der von der Ruhr Tourismus GmbH veranstaltete Tag bietet nicht nur eine gemischte Tüte, sondern auch ein buntes Kulturprogramm. Er würdigt eine besondere Institution des Ruhrgebiets, auf Ruhrdeutsch „Bude“ genannt, und wichtiger sozialer Treffpunkt in der Nachbarschaft. 2021 wurden die Trinkhallen des Ruhrgebiets sogar zum immateriellen Kulturerbe erklärt.
Mit dem Schließen großer Werke der Schwerindustrie schlossen auch die Trinkhallen in der Nähe. Viele Buden der heutigen Zeit behaupten sich dennoch weiter, haben ein erweitertes Angebot, sind einfach praktisch und gleich um die Ecke.
tagdertrinkhallen.ruhr
Mit dabei in Mülheim in diesem Jahr:
• „Als Programmbude*": Come In Shop, Borbecker Straße 155, 45475 Mülheim an der Ruhr
• Heißen Kirche Kiosk D, Honigsberger Straße 78, 45472 Mülheim an der Ruhr
• Ruhrbude, Leinpfad 3, 45468 Mülheim an der Ruhr
• ZumPuppe – DerKiosk, Sunderplatz 8, 45472 Mülheim an der Ruhr
*Hier gibt es am Veranstaltungstag ein Kulturprogramm, das von der Ruhr Tourismus GmbH organisiert und finanziert wird.
Die Geschichte der Trinkhallen
Die ersten Trinkhallen gab es in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie wurden von Mineralwasseranbietern in Industriestädten errichtet, um die Volksgesundheit zu heben, denn Leitungswasser war damals ungenießbar. Der Gedanke, durch den Verkauf von „Heilwässern“ den Menschen das Gefühl einer „ambulanten Kur“ zu ermöglichen, spiegelt sich in der Gestaltung der Trinkhallen wieder. Sie wurden den Pavillons des Adels nachempfunden mit offenen Seiten und vielen Verzierungen. Im Laufe der Zeit erweiterten die „Buden“ ihr Angebot, auch Alkohol durfte verkauft werden.